Erfahrungen zur Autogas-Umrüstung

Buch, das die Erfahrungen mit Autogas darstellen soll

Ich habe bereits mein zweites Fahrzeug auf Autogas (Lpg) umrüsten lassen und möchte hier kurz meine Erfahrungen zu diesen Umrüstungen und der Zeit danach schildern. Zunächst einmal bin ich - um es erst einmal kurz zu fassen - vollkommen zufrieden. Denn bei den gegenwärtigen Benzin- und Dieselpreisen von über 1,40 € beneide ich niemanden, der zu diesen Preisen sein Fahrzeug regelmäßig betanken muss und zahle weiterhin den schon fast gewohnten Literpreis von 0,70 €.

Erste Lpg-Umrüstung an einem VW Polo Classic

Nach einer längeren Überlegung habe ich vor einigen Jahren beschlossen, eine Autogasumrüstung an meinem Fahrzeug durchzuführen. Das erste Auto war damals ein VW Polo Classic und der Grund für diese Überlegung war - wie kann es anders sein - die hohen Spritkosten. Da sich der Einbau der Anlage möglichst schnell auszahlen sollte, musste dieser zu geringen Kosten geschehen und letzten Endes habe ich mich für eine Umrüstung in Polen entschieden (mehr zu diesem Thema im Artikel Lpg Polen). Der Einbau wurde an einem Tag, in ca. 8 Stunden vollzogen und schon am gleichen Tag konnte das günstige Fahren für nur 60 Cent pro Liter beginnen. Auch bei der anschließend nötigen TÜV-Abnahme ist alles reibungslos verlaufen und da es sich bei der Anlage um eine Venturi-Autogasanlage der Marke Landi Renzo gehandelt hatte, war der Einbau besonders günstig. So hat die Anlage nach ca. 20.000 km bezahlt gemacht (amortisiert) und in der Zeit nach der Umrüstung bis zum Verkauf des Fahrzeuges gab es keine nennenswerten Probleme. Meine erste Erfahrung in Bezug auf Autogas-Umrüstungen war also durchweg positiv und ich war froh, diese Entscheidung getroffen zu haben.

Flüssiggas-Umrüstung des zweiten Fahrzeuges (Citroen C8)

Nach einiger Zeit wurde der VW Polo Classic durch ein größeres Fahrzeug ersetzt. Diesmal war es ein "Franzose", ein Citroen C8, da er unter anderem aufgrund seiner Größe besser für den Familienurlaub geeignet ist. Schon alleine wegen des höheren Verbrauchs war bei diesem Fahrzeug im Vornherein klar, dass eine Autogasanlage nachgerüstet werden sollte und dies ebenfalls in Polen geschehen sollte. Doch schon kurze Zeit nach dem Einbau sollte ich auch die andere Seite einer Autogasumrüstung kennen lernen und musste zunächst einmal weniger positive Erfahrungen sammeln.

1) Schwierigkeiten nach der Abnahme

Zu erst muss gesagt werden, dass diese Probleme nicht direkt durch die Autogasanlage verursacht wurden. Denn ein paar Wochen nach der Autogas-Abnahme durch eine Prüfstelle bekam ich einen Brief vom Amt, in dem ich über Unstimmigkeiten beim Gutachten informiert wurde und zudem aufgefordert wurde, eine neue Abnahme durchführen zu lassen. Weshalb es zu solchen Schwierigkeiten mit der Prüfstelle gekommen ist, weiß ich selbst nicht genau. Es muss dem Brief nach aber an irgendwelchen Ungereimtheiten seitens der Prüfstelle gelegen haben.
Auf jeden Fall wurden zumindest die Kosten für eine neue Abnahme in einer anderen Prüfstelle durch die erste Prüfstelle übernommen, die immerhin rund 250 € betragen haben. So war dieser erste Zwischenfall zwar nervig, aber letzten Endes nicht so schwerwiegend.

2) Probleme mit dem Katalysator

Einige Zeit ist vergangen, da tauchte schon das nächste Problem auf, welches diesmal offensichtlich durch die Autogasanlage verursacht wurde. Denn beim Starten des Fahrzeuges wurde ein Fehler angezeigt, der auf eine Anomalie bei der Kraftstoffverbrennung aufmerksam machte. Zudem ruckelte der Motor oft beim Beschleunigen, das vor der Umrüstung so nicht vorhanden war. Aufgrund dieser Tatsache vermutete ich, dass die vorgegebene Kraftstoffmenge, die in die Zylinder eingespritzt, nicht korrekt eingestellt war und so habe ich das Steuergerät von einer Werkstatt einstellen lassen.

Das Problem aber bestand weiterhin und es war einfach nur ärgerlich, dass das Fahrzeug mit der Anlage nicht reibungslos funktionieren wollte. Irgendwann einmal habe ich dann bei der polnischen Werkstatt angerufen, bei der der Einbau der Anlage vorgenommen wurde und nachdem ich die Probleme geschildert habe, wurde kurzerhand ein Termin vereinbart. Am besagten Tag bin ich dann zu dieser Werkstatt gefahren, welche sich sehr kulant zeigte. Denn die Prins-Anlage wurde kostenlos gegen eine neue Landi Renzo ausgetauscht. Der Fehler lag - genau kann ich es leider nicht mehr wiedergeben - irgendwo bei der Emulation und aus diesem Grund konnte die Anlage nicht sachgemäß arbeiten. Ich war aber sehr erleichtert, denn dieser Fehler war nach dem Werkstattbesuch und dem Einbau der neuen Anlage nicht mehr vorhanden.

Fazit

Obwohl ich positive, wie auch negative Erfahrungen mit Autogas gemacht habe, bin ich alles in allem, trotz der Schwierigkeiten beim zweiten PKW, vollkommen zufrieden mit der Umrüstung und würde mich wohl immer wieder für Autogas entscheiden, da ich seitdem eine menge Geld eingespart habe, in dem ich günstig Autogas tanke.